Viele der Kursleiterinnen und Kursleiter waren der Einladung gefolgt, um gemeinsam auf die erste FerienMitMach-Woche zurückzublicken – und bereits den Blick auf eine Fortsetzung zu richten. „Wir möchten heute ‚Danke‘ sagen für etwas, das keineswegs selbstverständlich ist“, betonte Bürgermeister Helmut Harth gleich zu Beginn. Denn ohne die Menschen, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Begeisterung eingebracht haben, hätte es die FerienMitMach-Woche in dieser Form nicht gegeben.
Das neue Ferienangebot richtete sich erstmals an Kinder und Jugendliche und setzte bewusst auf einen einfachen Zugang: Die Teilnahme war kostenlos, das Programm vielseitig. Damit hatten alle Kinder- und Jugendliche, die Möglichkeit, sich niedrigschwellig an Neuem auszuprobieren. Sport und Bewegung gehörten ebenso dazu wie Handarbeiten, Technik, Kochen, Backen, Musik und kreative Angebote. Die Resonanz zeigte, dass die Idee ankommt. Die meisten Kurse waren sehr gut besucht, die Rückmeldungen alle positiv. Für die Gemein de steht deshalb fest: Auf diesem Konzept lässt sich aufbauen.
Bürgermeister Helmut Harth überreicht ein kleines neben den Kursleitenden auch den vier Initiatoren, die das Projekt vorbereitet, koordiniert und begleitet hatten. Dass die Tage reibungslos und ohne Zwischenfälle verliefen, war auch ihrer Arbeit zu verdanken. Mit einem kleinen Geschenk an die anwesenden Kursleitenden unterstrich die Gemeinde ihre Anerkennung.
Ehrenamt macht Gemeinschaft möglich
Das Projekt zeigte, was ehrenamtliches Engagement in einer Kommune bewirken kann. „Das Ehrenamt trägt unsere Gemeinde entscheidend mit“, sagte Bürgermeister Helmut Harth. „Menschen schenken anderen ihre Zeit, bringen Ideen und Erfahrung ein und übernehmen Verantwortung. Sie schaffen damit etwas, das eine Verwaltung allein nicht leisten könnte: echte Gemeinschaft.“ Ob im Verein, bei der Feuer wehr, im Sport und in der Kultur, in sozialen Projekten oder in der Nachbarschaftshilfe – Ehrenamtliche schaffen Begegnungen und bringen Menschen zusammen. Sie sorgen dafür, dass aus einem Wohnort ein Heimatort wird, an dem man sich kennt, unterstützt und gemeinsam etwas bewegt.
Wie positiv die FerienMitMach-Woche wahrgenommen wurde, bestätigte auch Frederic Löwen vom Fachbereich 5 der Gemeinde Losheim am See. Die Wertschätzung sei von allen Seiten spürbar gewesen – von der Gemeinde ebenso wie von Eltern und Kindern. Den organisierenden Fachbereich 5 hätten ausschließlich positive Rückmeldungen erreicht.
Was gut lief – und was noch besser werden kann
Gerade, weil das Konzept funktioniert hat, wurde beim anschließenden Austausch offen darüber gesprochen, was sich beim nächsten Mal noch verbessern lässt. Die Erfahrungen aus den einzelnen Kursen lieferten dafür konkrete Hinweise. Die Verantwortlichen des Mountainbike-Angebots etwa stellten fest, dass sie zu Beginn mehr Zeit als erwartet für die Kontrolle der Fahrräder benötigten. Für eine Neuauflage machten die beiden Kursleiter deshalb praxistaugliche Verbesserungsvorschläge für Ablauf und Logistik.
Dass ein Ferienkurs manchmal über die eigentliche Woche hinauswirkt, zeigte sich beim Häkeln besonders schön: Zwei Kinder hatten so viel Freude daran, dass sie inzwischen privat jede Woche bei der Kursleiterin weitermachen. Auch beim Malkurs entstanden neue Ideen. Für ältere Kinder und Jugendliche könnten künftig anspruchsvollere Aufgaben angeboten werden, bei denen Technik, Details und Gestaltung stärker in den Mittelpunkt rücken.
Bei den Spieleklassikern war dagegen vor allem eines knapp: die Zeit. Zwei Stunden vergingen schneller als gedacht. Bei einer Neuauflage dürfte das Angebot deshalb gerne länger dauern. Auch beim Angebot des Musikvereins hätte es gerne etwas mehr Zeit sein dürfen. Aus Alltagsmaterialien entstanden zunächst eigene Instrumente – anschließend wollten die Kinder natürlich ausprobieren, wie sie klingen. Für gemeinsames Musizieren blieb am Ende weniger Zeit als erhofft.
Ganz praktische Erfahrungen sammelten die Begleiterinnen beim Stand-Up-Paddling. Auch dafür entstand in der Runde bereits eine einfache Lösung für das nächste Mal. Wie unter schiedlich Kinder an dieselbe Aufgabe herangehen, beeindruckte die Leiterin des Makramee-Kurses. Obwohl alle das gleiche Objekt gestalteten, wählte jedes Kind seinen eigenen Weg. Eine Erfahrung, die beispielhaft für die ganze Woche steht: Es gibt nicht nur einen richtigen Weg, etwas zu lernen.
Eine interessante Beobachtung machten auch die Verantwortlichen des Kochkurses. Während erfahrene Köchinnen und Köche vieles intuitiv und „nach Gefühl“ zubereiten, hielten sich die Kinder und Jugendlichen gerne an Rezepte. Klare Mengen und Arbeitsschritte gaben ihnen Sicherheit und halfen dabei, selbstständig zu arbeiten. Beim Tanzkurs zahlte es sich aus, dass zwei Personen die Gruppe betreuten. Einige Kinder brachten bereits Tanzerfahrung mit und konnten die Choreografie schnell aufnehmen. Gleichzeitig blieb genügend Zeit, um Anfängerinnen und Anfänger intensiver zu begleiten. So fand jedes Kind seinen Platz in der Gruppe.
Die nächste FerienMitMach-Woche kann kommen
Die Erfahrungen der ersten FerienMitMach-Woche zeigen vor allem, wie viel möglich wird, wenn Menschen bereit sind, ihr Können mit anderen zu teilen. Anja Bies vom Fachbereich 5 lobte insbesondere die gute Vorbereitung der Kursleitenden. Auch den Eltern sprach sie Anerkennung aus: Sie hätten ihren Kindern den nötigen Freiraum gegeben, Neues auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu sammeln. Eine Aufgabe nimmt das Organisationsteam allerdings gezielt mit in die nächste Runde: Jugendliche waren bei den Angeboten bislang deutlich weniger vertreten als jüngere Kinder. Für die kommende FerienMitMach-Woche soll deshalb genauer geschaut werden, welche Themen, Formate und Kommunikationswege diese Altersgruppe ansprechen. Die erste Woche hat dafür eine gute Grundlage geschaffen



