Page 70 - Broschüre Stausee Losheim am See
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Am Stausee wachsen
Schilf und Rohrkolben,
außerdem gibt es hier
Wasserdost und Bin-
sen. Wasservögel und
Insekten halten sich
gerne im bewachsenen
Uferbereich auf.
Fotos: Reiner Schneider
stabil fortpfl anzen, müssen diese nicht ständig Interessengruppen. Im Sommer sind tagsüber
besetzt werden. Weitere heimische Fischarten viele Badegäste im und am See unterwegs, an
leben insbesondere in kleineren Fließgewäs- manchen Wochenenden verwandelt sich das
sern. Hierzu zählen allen voran Bachforellen, Strandbad zum Eventgelände für Open Airs
aber auch Neunaugen, Gründlinge, Elritzen, mit einigen tausend Gästen. Wassersportler
Groppen und Bachschmerlen. Diese fi ndet mit Segelbooten, Tretbooten oder Stand-Up-
man jedoch in der Regel nicht im Stausee vor, Paddel drehen ihre Runden auf der Wasser-
sondern nur im Oberlauf, da sie andere An- fl äche und auch Sporttaucher freuen sich über
sprüche an ihr Habitat stellen. die Möglichkeit, den See unterhalb der Ober-
In Hinblick auf Wasser- und Uferpfl anzen fl äche zu erkunden. Angler nutzen eher die
zeigt sich das regional typische Bild. Schilf Morgen- und Abendstunden außerhalb der
und Rohrkolben wachsen in Ufernähe. Es gibt Hochsaison, um ihrem Hobby nachzugehen.
außerdem Wasserdost, eine krautige Pfl anze, Insgesamt muss der Stausee vielfältige Funk-
die von Juli bis September rosafarben blüht, tionen erfüllen und soll dabei trotzdem seine
und Binsen als mehrjährige Staude, die von Qualität als Lebensraum behalten.
Wasservögeln gerne als Versteck genutzt wird. Die Badegäste nutzen den Stausee und dessen
Insekten, wie die Im Uferbereich kann man in den Sommermo- Umfeld zwar großfl ächig, dennoch sind große
farbenprächtige Blaue naten eine Vielzahl von Insekten bewundern. Bereiche des Sees mit dem Vogelinselbiotop
Federlibelle, können Libellen fallen dabei durch ihre Flugkünste und und seiner Ufer weitestgehend naturnah. Das
während der warmen das aparte Farbenspiel ihrer Flügel und des abgetrennte Schongebiet sowie die Schilf-
Jahreszeit am Stau- schlanken Rumpfes besonders ins Auge. zonen am Ufer werden von den meisten See-
seeufer bewundert Da der Stausee als Freizeitzentrum in der Ge- gästen respektiert, was vor allem für Brutvögel
werden. meinde und als überregionales Badegewässer wichtig ist. Nicht von der Hand zu weisen sind
von großer Bedeutung ist, besteht ein gewis- aber auch die Auswirkungen der weitläufi gen
Foto: Bernd Konrad ser Nutzungsdruck durch ganz verschiedene Grünfl ächen und des Wegebaus rund um den
See sowie die schädlichen Einfl üsse invasiver
Arten, wie Kanadagänse, Kamberkrebse oder
Welse. Auch die Aufklärung der Bevölkerung
ist entscheidend, denn manch einer kommt
auf die schlechte Idee, Tiere aus Terrarien oder
Aquarien im See auszusetzen, wenn das Inter-
esse an den tierischen Mitbewohnern nachlässt
oder diese aus ihrer Behausung herausge-
wachsen sind. In den meisten Fällen überleben
Schildkröten und Co. in freier Natur nicht. Falls
doch, können diese eingeschleppten Arten
massive Probleme in einem Ökosystem ver-
ursachen.
Zum Stausee gehört leider auch die wieder-
kehrende Blaualgen-Thematik, die insbeson-
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