Page 21 - Broschüre Stausee Losheim am See
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Unfalls ihre Bemühungen für mehr Sicherheit:
im Freibad gab es eine ständige Badeaufsicht,
auf dem See patrouillierte bei größerem An-
drang ein Boot, an den Sonn- und Feiertagen
waren DLRG-Einheiten im Einsatz, die Stausee-
gäste wurden über Aushänge und Lautsprech-
durchsagen informiert und sensibilisiert. Der
Großteil der Besucher hielt sich an die Sicher-
heitsvorgaben, doch immer wieder regierte
auch der menschliche Leichtsinn, wenn sich
beispielsweise Nicht-Schwimmer in leichten
Gummi- und Plastikbooten auf die off ene Was-
serfl äche wagten. Vogel- und Tierarten informierten. In den ruhi- Dem stetig wachsen-
geren Herbst- und Wintermonaten fanden sich den Besucherandrang
Anfang Oktober 1975 reisten auf Einladung alljährlich große Entenschwärme ein, die sich wurde u.a. mit Infor-
der Deutschen Windglider Klassenvereinigung mit zunehmendem Besucherstrom im Frühjahr mationstafeln samt
e.V. aus dem ganzen Bundesgebiet Windsurfer wieder vom Stauseeufer verabschiedeten. Nutzungsordnung be-
zur 1. Regatta dieser Art auf dem Losheimer Um die Sicherheit der Stauseegäste, ins- gegnet.
Stausee an. 38 Teilnehmende aus allen Alters- besondere in der Badesaison, weiter zu Foto: Gottfried Selzer
klassen waren in vier getrennten Wertungen verbessern, wurde
aktiv, darunter auch einige Lokalmatadoren. eine Notrufsäule am
Der Ruder- und Segelclub Losheim war seiner- Westufer installiert.
seits sehr aktiv. 1976 und 1978 entstanden 1978 errichtete die
weitere Anlagenbauten für Landliegeplätze im Gemeinde am Ostufer
Bereich des Club-Geländes – immerhin war des Stausees einen
die Flotte bereits auf 24 Boote verschiedener Abenteuerspielplatz
Bootsklassen angewachsen. Für den Bau der mit unterschiedlichen
Landliegeplätze im oberen Teil packten die Spiel- und Kletter-
Vereinsmitglieder in vielen ehrenamtlichen geräten aus Holz.
Stunden selbst an und errichteten u.a. eine
Betonstützmauer.
Im Sport- und Freizeitbereich des Stausees Windsurfer bei einem
entstand derweil eine Minigolfanlage unter Wettkampf auf dem
Federführung des Gemeindebauamtes. Sie Stausee.
bestand aus 18 Hindernisaufbauten und ent-
sprach damit den allgemeinen Bedingungen
der Sportverbände, um Turniere und Meister-
schaften auszutragen. Zur Anlage gehörte
auch ein Blockhaus für das Personal und
Material. Nach der offi ziellen Eröff nung war die
Minigolfanlage ab dem 9. April 1977 für alle
Interessierten geöff net. Zum Start konnte am
ersten Tag kostenlos gespielt werden, was viele
begeisterte kleine und große Minigolfer ans
Stauseeufer lockte, um sich an den Hindernis-
bahnen miteinander zu messen.
Inzwischen waren auch beide Umgehungs-
straßen fertiggestellt und entlasteten den
Kernort Losheim spürbar. Das Biotop mit
Vogelinsel wurde mit Schaubildtafeln aus- Die neue Minigolfanlage am Stauseeufer umfasste insgesamt 18 Hindernisauf-
gestattet, die über die hier beheimateten bauten und war für Meisterschaften und Turniere geeignet. Fotos: Werner Krewer
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