Page 19 - Broschüre Stausee Losheim am See
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Dann kamen die ersten frühsommerlichen cher sorgen. Ein behelfsmäßiger
Tage und eine in diesem Ausmaß unerwartete 70.000 Gäste wurden bis Ende Juli 1974 am Notbootssteg wurde
Lawine an sonnenhungrigen Erholungssu- Stausee gezählt. Losheim hatte sich innerhalb am Ostufer gebaut,
chenden brach über das Umfeld des jungen eines Sommers zum Mekka der Tages- und wo bald erste Boote
Stausees herein. Die Besuchermassen sorgten Wochenend-Urlauber aus der Region entwi- zu Wasser gelassen
für teils chaotische Parksituationen und über- ckelt. Gemeinsam mit der DLRG erarbeiteten wurden.
füllte Liegewiesen, auf denen die Menschen die Gemeindeverwaltung und der Gemeinde-
an manchen Sommertagen wie die Ölsardinen rat deshalb Ende des Jahres 1974 ein Konzept
dicht an dicht gedrängt in der Sonne schmor- für den weiteren Ausbau des Stauseegebietes,
ten. um in den Folgejahren dem großen Interesse
Der Gemeinderat der noch jungen Einheits- der Menschen gerecht werden zu können.
gemeinde Losheim (seit der Gebiets- und Ver- Der Bau des Losheimer Stausees rief in der Re-
waltungsreform vom 1. Januar 1974) arbeitete gion sportbegeisterte Menschen auf den Plan,
gemeinsam mit der Verwaltung an zielgerich- die bisher keine Möglichkeiten hatten, ihrer
teten Lösungen für die Probleme, die durch Passion direkt vor der eigenen Haustür nach-
die intensive Nutzung nun vermehrt zutage zugehen. Am 13. Juni 1974 gründeten sieben
traten. Der Verkehr musste anders geregelt Losheimer Bürger den Ruder- und Segelclub
und Parkplätze ausgewiesen werden, auch den Losheim RSCL e.V., der seither eine feste Größe
bereits durch die Menschenmassen entstande- im Sportwesen der Seegemeinde bildet.
nen Flurschäden musste man sich annehmen
und vor allem für die Sicherheit aller Seebesu-
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