Page 11 - Broschüre Stausee Losheim am See
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Innerhalb dieser Strukturförderung war bereits   überprüft. Von Professor Dr. Breth und seinem
          eine weitere bauliche Maßnahme planerisch   Expertenteam erging letztlich die Empfehlung,
          sehr weit fortgeschritten, die das Losheimer   die Dichtigkeit des Dammes über Pegelboh-
          Jahrhundertprojekt schlussendlich durch er-  rungen vor dem Dammkörper in regelmäßigen
          hebliche Fördersummen und Synergieeff ekte   Abständen zu testen. Mit dieser positiven Ge-
          ermöglichte: die Neuführung der Bundesstra-  samtprognose war schließlich am 25. Mai 1971
          ße 268 um Losheim herum. Der neugewählte   der Weg frei für den Planfeststellungsbescheid
          Amtsvorsteher Raimund Jakobs erkannte die   des Innenministeriums als Oberste Wasserbe-
          einmalige Gelegenheit, beide Projekte mitein-  hörde und somit den Bau des Stausees im Tal
          ander erfolgsversprechend zu verschmelzen   des Losheimer Baches.
          und konnte eine Reihe engagierter Mitstreiter   Neben der Erarbeitung der technischen
          und Partner für seine Vision gewinnen. Mit   Grundlagen setzte sich die Losheimer Amts-
          Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums   leitung parallel beim Wirtschaftsministerium
          hatte man die B 268 bereits als Diagonale   dafür ein, dass die in Aussicht gestellten För-
          durch das Tal des Losheimer Baches in Rich-  dermittel, ohne die das Stauseeprojekt nicht
          tung Trier geplant. Eine neue Landstraße sollte   realisiert werden konnte, auch tatsächlich zur
          aus Richtung Merzig oberhalb der Ortslage   Verfügung standen. Politischen Rückenwind
          in besagte Bundesstraße einmünden. Der     hatte man bereits durch eine Regierungserklä-
          Losheimer Rathauschef überzeugte die Ent-  rung des Ministerpräsidenten Dr. Franz-Josef
          scheidungsträger im Ministerium und der    Röder erhalten und so ging die Gemeinde mit
          Straßenbehörde jedoch davon, beide Straßen-  ihrer überschaubaren personellen und mate-  Das Wiesental nord-
          baumaßnahmen in Verbindung mit dem Bau     riellen Ausstattung mutig voran und leitete alle   westlich von Losheim
          des Stausees durchzuführen und die bishe-  sachlichen und rechtlichen Schritte ein, um die   im Sommer 1971 vor
          rigen Planungen neuzudenken. Durch eine    Basis für einen möglichst eff ektiven Projekt-  dem Baubeginn. Die
          Trassenänderung ergab sich die Chance, den   verlauf zu schaff en. Die unzähligen Gutachten   Wiesen lagen zumeist
          Straßendamm der Bundesstraße als Staudamm   und Untersuchungen mussten bezahlt werden   brach und wurden nur
          im Tal des Losheimer Baches zu nutzen. Die   und insbesondere der Grunderwerb in einem   noch teilweise als Vieh-
          Aufbaukosten des Dammes konnten so von     so kleinen Zeitfenster stellte eine gewaltige or-  weiden genutzt.
          Bund und Land später miteinander verrech-  ganisatorische und fi nanzielle Herausforderung
          net werden und die Finanzierungsfähigkeit   für die kleine Kommunalverwaltung dar.    Foto: Gottfried Selzer
          des Großprojektes war gesichert. Mit einem
          Schreiben vom 12. März 1970 erteilte die
          oberste Landesbaubehörde schließlich ihr Ein-
          verständnis für das Wasserwirtschaftsamt, um
          in die Grundplanung für den Stausee Losheim
          in Form des kombinierten Straßen- und Stau-
          dammes einzusteigen.
          Es folgten eine Vielzahl von Bodenunter-
          suchungen sowie ein bodenmechanisches
          Fachgutachten eines geologischen Instituts,
          die im Sommer 1970 wichtige Erkenntnisse
          über den Grundwasserstand und die Boden-
          verhältnisse im künftigen Staubereich lieferten.
          Höchste Priorität hatte dabei stets die Sicher-
          heit und Standfestigkeit des Dammbauwerks.
          Auch die generelle Erfolgsaussicht des gewag-
          ten Projektes wurde bei der enormen Höhe
          der eingesetzten Finanz- und Fördermittel
          als entscheidender Faktor berücksichtigt. Das
          zusammengefasste Untersuchungsergebnis
          wurde abschließend von der renommierten
          Technischen Hochschule Darmstadt intensiv
                                                                                                                11
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