Page 13 - Broschüre Stausee Losheim am See
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in dem einst beschaulichen Wiesental eine Scheiden (heutiger Name „Zum Stausee“)
emsige Geschäftigkeit in Losheim ein, denn es musste ausgebaut und verbreitert werden.
galt viele weitere fl ankierende Projekte neben Hierfür galt es ein großes Brückenbauwerk
dem Hauptprojekt „Straßen- und Staudamm“ zu errichten, mit dem die Umgehung der B
zu realisieren. Bereits einige Zeit zuvor wurden 268 überquert werden konnte. Im Seebereich
die Baubaracken aufgebaut und die Materia- selbst befand sich zudem eine Wasserleitung
lien an den benötigten Einsatzstellen platziert. mit Bohrbrunnen des Gemeindewasserwerkes.
Der Fuhrpark an Baumaschinen jeder Größe Diese musste verlegt und eine Ersatzbohrung
und Nutzungsart wuchs stetig und begeisterte an anderer Stelle vorgenommen werden.
vor allem viele technikinteressierte Zaungäste.
Wo einst Kühe weideten, entstand unter Hoch- Herzstück aller Arbeiten war jedoch die Er-
druck eine Großbaustelle. richtung des Dammbauwerkes, die unter der
Im 12,3 km² großen, zur Hälfte bewaldeten Regie des Wasserwirtschaftsamtes betrieben
Einzugsgebiet des Stausees lag als besiedelter wurde. Linienführung, Gradiente und Damm-
Bereich nur das Dorf Bergen. Durch die Orts- querschnitt ergaben sich aus dem Straßenbau-
lage oberhalb des Stauseebeckens wurde für entwurf. Für den Dammaufbau war als Absper-
das Dorf ein neuer Abwasserkanal notwendig, rung der durchlässigen Talschotterlage eine
der am See vorbeiführen musste und dessen sogenannte „Stahlspundwand“ vorgesehen.
Hauptsammler ausreichend dimensioniert sein Auf einer Länge von 400 Metern rammte man
sollte. Schließlich war der Losheimer Stausee hierbei drei bis vier Meter lange Stahlbohlen in
auch als Trinkwasserreservoir gedacht, weshalb den felsigen Untergrund und sicherte so das
der Qualität des Seewassers eine besonde- Bauwerk gegen Unterströmung ab. Die not- Januar 1973: Ein
re Bedeutung beigemessen wurde und eine wendige Tiefe dieser Spundwand ergab sich Bagger rammte die
Verunreinigung durch Abwässer unbedingt zu nach mehreren Bodensondierungen. Bevor der bis zu vier Meter lan-
vermeiden war. eigentliche Damm aufgeschüttet wurde, galt gen Stahlbohlen der
Ebenso musste ein großes landwirtschaftliches es die Dammaufstandsfl äche entsprechend zu Stahlspundwand des
Anwesen im Seebereich umgesiedelt und an bearbeiten. Hierfür trug man die nichttragfä- Staudamms direkt am
neuer Stelle ein Ersatzbau errichtet und mit hige Bodenschicht ab. Im Anschluss erfolgten Bachbett in den Fels-
Wasser und Strom aus rund 3 km Entfernung Abdichtungsmaßnahmen gegen aufsteigendes horizont.
versorgt werden. Die Landstraße Richtung Sickerwasser im Bereich zwischen dem Fuß des
Foto: Gottfried Selzer
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