Page 14 - Broschüre Stausee Losheim am See
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Dammes und der späteren Spundwand sowie    Sandmaterial auf einer rd. 20 Hektar großen
                            dem wasserseitigen Dammfuß und der Achse   Fläche aufgebacht und diente als Abdichtung
                            des Damms. Zur weiteren Absicherung baute   des Beckens. So wuchs das Dammbauwerk
                            man einen Flächenfi lter zwischen Dammachse   stetig an und lockte während dieser spannen-
                            und luftseitigem Dammfuß ein. Hier konnte   den Projektphase viele Schaulustige aus Nah
                            mittels Drainagesträngen in das Grundablass-  und Fern an die Baustelle im Nordsaarland.
       Planerische Zeichnung   becken entwässert werden. Bis zum heutigen   Großes Interesse erweckte hierbei insbeson-
       des Dammbauwerkes,   Tag kann über diese Einrichtung nachgewiesen   dere die Aufbringung der Asphaltaußenauf-
       1970. Quelle: Archiv   werden, dass es im Damm keinen gefährden-  dichtung. Diese Schicht wurde zur Seeseite hin
       Raimund Jakobs       den Wassereintritt gibt.                   an den Damm aufgebracht, erforderte den
                                                                       Einsatz besonderer Maschinen und ein hohes
                                                                       Maß an handwerklichem Können. Die Aufdich-
                                                                       tung besteht aus 6 cm Asphaltfeinbeton, 6 cm
                                                                       Asphaltbinder und 3 cm Einstreubinder. Mittels
                                                                       eines verstärkten Asphaltkopfes und einer Ver-
                                                                       gusskammer ist die Außenaufdichtung wasser-
                                                                       dicht an die Stahlspundwand angeschlossen.


                                                                       Weitere Bauwerke wie ein Grundwasserablass
                                                                       garantierten die Dichtigkeit und Sicherheit des
                                                                       Dammes. Dessen Einlaufwerk in den Stausee
                                                                       wurde so konzipiert, dass ein dichter Über-
                                                                       gang zum Grundablassrohr und eine dichte
                                                                       Anbindung an die Spundwand gewährleistet
                                                                       ist. Zusätzliche Sicherheit bietet eine Notver-
                                                                       schlusstafel, mit welcher der erste Schieber im
                            Für die Dammschüttung nutzte man Sand und   Schieberschacht im Bedarfsfall ersetzt werden
                            Kies. Das Material wurde aus dem gleichzeitig   kann. Der Schieberschacht selbst wurde in der
                            in Arbeit befi ndlichen Bau der Landstraße I. O.   Nähe des Uferweges errichtet und verfügt
                            158 im Heimlinger Tal gewonnen. Unter Auf-  über eine temperaturgesteuerte Beheizung des
                            sicht des technischen Prüfdienstes des Staat-  Steuerbereichs mit zeitgesteuerter Zwangs-
                            lichen Straßenbauamtes wurde das Material   belüftung und Zwangsentlüftung. Am Ende des
                            verbaut, nachdem dessen Qualität durch     Grundablasses befi nden sich das Tosbecken und
                            verschiedene Testverfahren kontrolliert worden   das Auslaufgerinne.
                            war. In Höhe von einem Meter wurde das




                                                                                            Bei den Auffüll- und

                                                                                            Planierungsarbeiten im
                                                                                            Stauseebereich kamen
                                                                                            Erdmassen aus dem
                                                                                            Bau der Landstraße 1.
                                                                                            Ordnung 158 im Heim-
                                                                                            linger Tal zum Einsatz.


                                                                                            Foto: Gottfried Selzer





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