Page 15 - Broschüre Stausee Losheim am See
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Die Bauarbeiten an
          der Großbaustelle wa-
          ren im Frühjahr 1973
          in vollem Gange. In
          dieser Aufnahme vom
          18. März ist im Hinter-
          grund ein Streckenteil
          der Stahlspundwand zu
          sehen. Im Vordergrund
          fi nden Schalungsarbei-
          ten am Schaltturm
          statt.

          Fotos: Werner Krewer




          Auch für eine Hochwasserentlastung des     und Planierarbeiten dienten auch dazu, den
          Stausees musste gesorgt werden. Das hierfür   Versickerungsverlust so gering wie möglich
          zuständige Einlaufbauwerk besteht aus einer   zu halten. Parallel nahm auch das Straßen-
          trompetenförmigen Konstruktion mit ausge-  bauprojekt konkrete Gestalt an und es wurde
          rundeten Seitenwänden und Ablaufgerinne    mit Hochdruck an den Trassenführungen der
          mit einer Überfallschwelle von 13 Metern. Ein   Umgehungsstraße B 268 sowie der Landstraße
          Rechteckdurchlass unter der B 268 leitet das   158 gearbeitet.
          Hochwasser bei einer Druckhöhe von 4,05                                               Im Vordergrund ist der
          Metern weiter in das Haupttosbecken. Über   Im Herbst waberte der Geruch frischen As-  Grundablass zu sehen,
          eine kurze Ausmündungsstrecke erfolgt die   phalts durch das Tal und der Damm wurde   der einen entscheiden-
          Zusammenführung mit dem Grundablassaus-    abschließend mit dem Spezialabdichtungsver-  den Beitrag zur Sicher-
          lauf und das Wasser wird in den Losheimer   fahren zur Seeseite hin versiegelt, um Ver-  heit des Staudammes
          Bach übergeleitet. Weitere Sicherungseinrich-  sickerungsverluste zusätzlich zu vermeiden.   leistet. Im Hintergrund
          tungen bestehen aus Höhenfestpunkten auf   Im oberen Stauseebereich wurde gleichzeitig   lassen sich die Damm-
          der Überfallkante der Hochwasserentlastungs-  ein Biotop mit Vogelinseln angelegt. Ende   aufschüttarbeiten gut
          anlage und Drainagen neben dem Grundab-    Oktober war der nächste Meilenstein erreicht   erkennen.
          lass und ab Beginn des Flächenfi lters.
          Ab August 1973 starteten schließlich die fi nalen
          Dammarbeiten. Schwere Dampf- und Rüttel-
          walzen befestigten die vielen Tonnen der
          aufgeschütteten Erdmassen und formten den
          Damm. Sogar der damals schwerste Bagger
          des Saarlandes rollte umher. Auch im See-
          becken wurden unzählige LKW-Ladungen an
          Erde angefahren, planiert und abschließend
          festgewalzt. An manchen Tagen staubte es da-
          bei als würde ein Sandsturm durch die einstige
          Ebene des Losheimer Baches ziehen und die
          Baustelle kam aufgrund der starken Staub-
          entwicklung sogar stundenweise ganz zum
          Erliegen. Sobald der Staub sich legte, setzte
          sich das emsige Treiben im Akkord umso
          stärker fort. An manchen Tagen waren bis zu
          50 Arbeiter von 6 Uhr in der Früh bis abends
          im Einsatz. Die akribischen Befestigungs-
                                                                                                                15
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