61.000 Menschen packten landesweit mit an
Am 20. und 21. März 2026 hieß es im Saarland bereits zum 21. Mal: gemeinsam anpacken für eine saubere Umwelt. Mehr als 61.000 Menschen beteiligten sich in 1.374 Gruppen am landesweiten „Frühjahrsputz“. In allen 52 saarländischen Städten und Gemeinden sammelten die Helferinnen und Helfer Abfälle von Straßen, Wegen und Grünflächen. Insgesamt kamen dabei 327 Tonnen sogenannter wilder Müll zusammen.
Auch in Losheim am See ist die Bereitschaft, sich an saarland picobello zu beteiligen, in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Die Zahl der Gruppen hat sich mehr als verdoppelt. 2026 waren 26 Gruppen mit insgesamt mehr als 1.100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern unterwegs.
Das breite Spektrum der Beteiligten zeigt, wie fest die Aktion inzwischen in der Gemeinde verankert ist: Einzelpersonen engagierten sich ebenso wie Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher, Mitglieder der Ortsräte, Kindertagesstätten und Schulen, Jugendfeuerwehren, Vereine sowie weitere Organisationen und Einrichtungen.
Umweltschutz wird durch eigenes Handeln greifbar
Bürgermeister Helmut Harth begrüßte die Gäste zur Preisverleihung und dankte dem EVS für die gute Zusammenarbeit, die über die picobello-Aktion hinaus auch weitere gemeinsame Projekte umfasst. Besonders hob Harth hervor, welchen Wert das gemeinsame Müllsammeln für Kinder und Jugendliche hat. Wer selbst Abfälle von Straßen, Schulhöfen oder Grünflächen aufliest, sieht unmittelbar, welche Folgen achtlos weggeworfener Müll hat. Umweltschutz bleibt dadurch kein abstraktes Unterrichtsthema. Er wird konkret – und das eigene Handeln bekommt eine sichtbare Bedeutung. „Ich glaube, dass jedes Kind und jeder Jugendliche, der aktiv Müll aufgesammelt hat, ein Erwachsener wird, der niemals achtlos Müll wegwirft“, sagte Harth.
Zugleich stärken solche Aktionen das Verantwortungsgefühl für den eigenen Lebensraum. Schulklassen, Jugendgruppen, Vereine, Familien und andere Initiativen arbeiten gemeinsam für ein sichtbares Ergebnis. Sie erleben dabei, dass öffentlicher Raum allen gehört – und dass jeder Einzelne dazu beitragen kann, ihn sauber und lebenswert zu halten.
Vom gemeinsamen Aufräumen zum bewussteren Umgang mit Ressourcen
Auch EVS-Geschäftsführer Holger Schmitt dankte den Beteiligten für ihren Einsatz. Er verwies ebenfalls auf den pädagogischen Wert von saarland picobello. Die Aktion verbindet Umweltbildung mit praktischem Handeln und bietet einen konkreten Anlass, über Abfallvermeidung, Recycling, Ressourcenverbrauch und nachhaltigen Konsum zu sprechen.
Besonders wirkungsvoll werden solche Erfahrungen, wenn sie nach dem Aktionstag weitergetragen werden – im Unterricht, im Verein oder in der Familie. Der EVS arbeitet deshalb auch projektbezogen mit Schulen zusammen. So kann aus einem gemeinsamen Aufräumtag mehr entstehen als eine kurzfristig saubere Fläche: ein bewussterer Blick darauf, was wir konsumieren, was wir wegwerfen und welche Verantwortung jeder Einzelne für seine Umwelt trägt.
Eine picobello-Bank als Gemeinschaftspreis
Als Anerkennung für das Engagement überreichte Holger Schmitt Bürgermeister Helmut Harth stellvertretend für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer den picobello-Gemeinschaftspreis. Neben einer Urkunde erhielt die Gemeinde Losheim am See eine original picobello-Holzbank. Gefertigt wurde die Bank in der Holzwerkstatt des Zentrums für Bildung und Beruf Saar gGmbH (ZBB). Damit steht der Preis künftig auch sichtbar für das gemeinschaftliche Engagement der vielen Helferinnen und Helfer in Losheim am See.
Bürgermeister Helmut Harth gratulierte den picobello-Preisträgerinnen und -Preisträgern und würdigte ihren Einsatz für die Gemeinde und die Umwelt. Unterstützung erhielt die Sammelaktion auch in diesem Jahr von Kaufland. Das Unternehmen stellte – wie bereits in den vergangenen Jahren – Arbeitsschutzhandschuhe für die teilnehmenden Kinder zur Verfügung.
Engagement, das über einen Aktionstag hinausreicht
Die Entwicklung in Losheim am See zeigt, dass saarland picobello längst mehr ist als ein gemeinsamer Frühjahrsputz. Wenn sich mehr als 1.100 Menschen aus unterschiedlichen Generationen und gesellschaftlichen Bereichen beteiligen, entsteht ein starkes Zeichen für gelebte Verantwortung vor Ort.
Viele kleine Beiträge machen einen spürbaren Unterschied. Losheim bewegt sich.

