Bereits vor einem Jahr siedelte sich die Firma Meiser Solar im Industriegebiet „Holz“ zwischen Losheim und Nunkirchen an. Das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Limbach, hat sich auf Metallbau spezialisiert und dann ab 2012 mit einer zunächst kleinen Abteilung den Bereich der Tragekonstruktionen für PV-Anlangen integriert, was mittlerweile zu einer eigenen Firmierung – Meiser Solar – angewachsen ist. Bei dem Unternehmen wird 100 % der Wertschöpfung an den beiden Standorten in Limbach und Losheim erzielt, es gibt alles aus einer Hand. Dies ist einmalig in Europa. Die Meiser Gruppe fertigt die Metallunterkonstruktion für die Solarpanels und macht die Statik und Planung. Alle beteiligten Akteure, wie Statiker, Konstrukteure, Geologen, Maschinenbauer, sind Mitarbeiter von Meiser Solar. Insgesamt 1200 Menschen Beschäftigte arbeiten im Saarland für das Unternehmen, 80 davon am Standort Losheim.
In den Standort Losheim hat das Unternehmen rd. 35 Millionen Euro investiert. Insgesamt wurde eine Fläche von 80.000m² erworben, ca. ein Drittel sind bisher bebaut, Erweiterungen sind geplant. In der Meiser Gruppe werden jährlich werden rd. 350.000 Tonnen Material gekauft und verarbeitet. Die Wertschöpfung reicht vom Spalten des Materials über die Verformung bis hin zur Verzinkung, die in den beiden Standorten in Losheim und Limbach stattfindet.
Meiser Solar produziert immer nur projektbezogen, nicht auf Vorrat. Bestellungen kommen aus ganz Europa und auch weltweit.
Neben großen Freiflächen-Solarparks ist die Konstruktion von Carports mit Solardach und E-Ladestation ein weiteres Standbein der Firma.
Die Besuchergruppe durfte bei der Werksbesichtigung auch einen Blick in die Produktionshalle werfen und war besonders von den Profiliermaschinen beeindruckt, die bereits mit einer KI generierten Qualitätssicherung ausgestattet sind.
Darüber hinaus ist besonders die individuelle, kunden- und projektspezifische Herstellung der Konstruktionen für die Solarpanels, in den verschiedensten Größen, Materialspezifikationen und Verzinkungsdicken, eine Spezialisierung von Meiser Solar.
„Die Ansiedlung von Meiser Solar ist ein großer Gewinn für unsere Gemeinde. Nicht nur, was die Arbeitsplätze und Steuereinnahmen angehen, auch die Ausrichtung auf erneuerbare Energien und damit der Technik der Zukunft“, schwärmt Bürgermeister Helmut Harth. Dirk Demmer nutze bei dem Termin die Gelegenheit für einen Appell in Richtung Politik: „Die Politik muss reaktiver werden. Wir investieren gerne in Deutschland und ich habe großen Respekt gegenüber der Familie Meiser, dass sie diesen Schritt gewagt hat und Maschinen aus Europa einsetzen, obwohl es z.B. auf dem chinesischen Markt dieselbe Qualität für einen geringeren Preis gibt.“ Er fordert auch einen Bürokratieabbau, damit es für deutsche Unternehmen attraktiv bleibt im eigenen Land zu investieren.
Als Saarländer sei er aber sehr zufrieden mit der jetzigen Situation und freue sich auf weitere Projekte von Meiser Solar.



