Nach intensiven Bauarbeiten mit Teilabriss und Umbau des in die Jahre gekommenen Vorgängergebäudes konnte der Neubau, der eine Gesamtfläche von 735 m² umfasst, nun eröffnet werden.
Zur Inbetriebnahme durfte Bürgermeister Helmut Harth den saarländischen Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie, Jürgen Barke, begrüßen. Ebenfalls die Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Vertreter aus Verwaltung und Gemeinderat sowie der Planer und der ausführenden Baufirmen.
Helmut Harth betonte, dass besonders in unserer Region der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, er Arbeitsplätze sichert, er bringt lokale Wertschöpfung und erhöht auch die Lebensqualität der Wohnbevölkerung und der Gäste. Er äußerte sich hocherfreut über die Fertigstellung des Gebäudes: „wir haben damit ein weiteres touristisches Highlight in unserer Gemeinde. Gerade wurde der Campingplatz vom ADAC als schönster Campingplatz im Saarland ausgezeichnet. Mit dem neuen Gebäude und damit auch der Erweiterung unseres Gastronomieangebotes rund um den Stausee ist die Seegemeinde ein weiteres Stück attraktiver geworden. Dies ist zudem ein bedeutender Beitrag zur Wirtschaftsförderung sowohl direkt mittels der beauftragten Firmen als auch indirekt über die Gäste und Touristen, die in der Region verweilen und weitere Dienstleistungsangebote nutzen.“
Die Gesamtkosten des Neubaus in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro wurden mit 20 % durch das saarländische Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie bezuschusst. Das neue Gebäude zeichnet sich nicht nur durch eine moderne, energetische Bauweise aus, sondern auch durch eine innovative Architektur. Verantwortlich hierfür waren die Architekten Rogman Ingenieure aus Homburg, die auch die Bauleitung übernommen haben. Jens Habermann, der leitende Architekt des Büros erläuterte bei der Veranstaltung die Bauweise und wies besonders auf den Wiedererkennungswert und die nachhaltige Bauweise hin.
Die Fassade des Empfangsgebäudes wurde mit einer Holzkonstruktion verschattet, um eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, die auch die familienfreundliche Campingplatz-Philosophie „Wellnester“ aufgreift. Das verwendete Douglasienholz stammt aus dem Losheimer Gemeindewald. Im gemeindeeigenen mobilen Sägewerk wurden die Hölzer fachgerecht vom Team des Gemeindeforstes zugeschnitten.
Das Empfangsgebäude kombiniert somit Naturverbundenheit mit modernen architektonischen Elementen und die Gestaltung fügt sich sehr harmonisch in das Umfeld des Losheimer Stausees ein.
Besonders hervorzuheben ist die ökologische Bauweise, sowie die Ausstattung mit Wärmepumpe und Photovoltaikanlage auf dem Dach für die klimaschonende Energieversorgung.
Das Restaurant mit einer Fläche von rund 150m² bietet Platz für 80 Gäste. Hinzu kommt eine großzügige Terrasse für weitere Plätze in der Hauptsaison. Diese Maßnahme wurde allerdings nicht vom Wirtschaftsministerium gefördert.
Minister Barke äußerte sich ebenfalls sehr positiv über die Entwicklung am Losheimer Stausee: „Der Tourismus im Saarland wird kontinuierlich weiterentwickelt. Ein zentraler Baustein dabei ist eine moderne, bedarfsgerechte touristische Infrastruktur, die den Bedürfnissen Reisender gerecht wird. Mit dem neuen Empfangsgebäude erhält der Campingplatz Losheim ein neues Herzstück, das nicht nur der Orientierung dient, sondern zugleich als einladender Ort zum Ankommen, Verweilen und Begegnen einen spürbaren Mehrwert für Gäste schafft.“ Jürgen Barke war selbst als Jugendlicher schon Gast auf dem Campingplatz in Losheim, der aber mit dem heutigen Ambiente in keinster Weise vergleichbar ist. Er betonte in seiner Rede die hohe Bedeutung des Tourismus im Saarland und wies besonders auf den Campingurlaub als wachsendes Segment hin. Die Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich lobte die Gemeinde Losheim am See als eine der führenden touristischen Destination, die schon lange intensiv dabei ist, z.B. durch die vielen Premiumwanderwege. Dies lockt auch viele private Investoren in die Gemeinde. Sie dankte dem Bürgermeister und dem Gemeinderat, dass sie diese große Summe in die Hand genommen haben. Camping wird immer mehr ein Qualitätsthema, besonders auch Menschen mit höheren Einkommen entdecken in den letzten Jahren diese Form des Reisens, daher wird die Qualität auch des erweiterten Angebotes immer wichtiger.
Nach einem kurzen Beitrag des Ortsvorstehers Stefan Palm, der sich bei allen am Projekt Beteiligten bedankte und den Gemeinderat bat, auch weiterhin in diesen Sektor zu investieren, kam der Campingplatzbetreiber Stephan Krug zu Wort. Dieser zeigte sich sehr erfreut und erleichtert, dass das Gebäude und das Restaurant nun eröffnet werden können. Er hob besonders sein Team hervor, dass zu der Wohlfühlatmosphäre und dem reibungslosen Ablauf auf dem Campingplatz beiträgt. Es gehörte schon unternehmerischer Mut dazu, den Platz zu pachten, er habe dies aber nie bereut. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“, so lautet sein Credo. Der Campinglatz Losheim soll zum Leuchtturm werden, der weit über das Saarland strahlt. Das Restaurant wird selbst betrieben und öffnet Anfang Februar offiziell. Es ist nicht nur für die Gäste des Campingplatzes, sondern offen für alle. Auch Firmenevents oder Geburtstage können dort gefeiert werden. Die Küche ist regional und ist bereits Mitglied bei „Ebbes von Hei“.
Von der Qualität und Gastlichkeit konnten sich alle Gäste des Nachmittags im Anschluss an die Redebeiträge überzeugen. Chefkoch Thomas Sebastian hatte ein hervoragendes Buffet vorbereitet. Somit wurde der Begriff „Momentemacher“, mit dem Stephan Krug sich und sein Team identifizierte, zum Leben erweckt.
Eckdaten:
- Baubeginn Januar 2024
- Gesamtkosten rund 3.600.000,00 Euro
- Heiztechnik Wärmepumpe in Kombination mit Photovoltaik
- 110 m² Rezeptions-, Empfangs-, Verkaufs- und Bürobereich
- 150 m² Gastronomiebereich mit Restaurant, WC-Anlagen behindertengerecht und Wickeltisch
- 120 m² Küchen- und Lagerbereich
- 50 m² Aufenthalts-, und Sanitärbereich für Personal
- 70 m² Sanitärbereich für Campinggäste mit Behindertengerechtem Duschbereich und Kinder-/Elternbad
- Bauzeit ca. 2 Jahre
- Beteiligte Planer, Baufirmen und Handwerker: Insgesamt 27, davon 25 aus dem Saarland





